Armenien

Armenien (armenisch Հայաստան) ist ein Binnenstaat im Kaukasus (Vorderasien) und liegt im Bergland zwischen Georgien, Aserbaidschan, dem Iran und der Türkei.

Als die beiden frühen Eckpunkte einer nationalen Eigenständigkeit gelten die Erhebung des Christentums zur Staatsreligion durch König Trdat III. um 314 und das Jahr 405, als die armenische Schrift eingeführt wurde. Nach der Aufteilung des armenischen Königreichs der Arsakiden 387 zwischen Ostrom im Westen und dem Sassanidenreich im Osten war das armenische Siedlungsgebiet nur noch einmal, von 885 bis 1045, unter den Bagratiden vereint, deren Hauptstadt ab 961 Ani war. 1064 eroberten die Seldschuken Armenien, im 13. Jahrhundert folgten die Mongolen. 1555 wurde das Land zwischen Persien und dem Osmanischen Reich geteilt, ein zweites Mal 1639, als die Safawiden ungefähr das heutige Staatsgebiet erhielten und die Türken den größeren westlichen Teil. Im Russisch-Persischen Krieg verlor Persien 1828 die Provinz Armenien an das Russische Kaiserreich. Während des Ersten Weltkriegs wurden Armenier im Osmanischen Reich beim Völkermord an den Armeniern systematisch vernichtet. Die Grenze zwischen der Türkei und der russischen Einflusssphäre wurde 1922 festgelegt. Die zur Sowjetunion gehörende Armenische Sozialistische Sowjetrepublik erlangte mit der Auflösung der Sowjetunion 1991 ihre Unabhängigkeit.

$t.escape($p-image_alttext)

Jerewan

Jerewan ist die Hauptstadt und mit 1.201.322 Einwohnern (Stand 2009) die größte Stadt Armeniens. Jerewan, eine der ältesten Städte der Welt, ist auch das wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Zentrum des Landes und wegen der Größe der Stadt eine eigene Provinz.

Staat: Armenien Armenien
Gegründet: ca. 782 v. Chr.
Höhe: 989 m
Fläche: 227 km²
$t.escape($p-image_alttext)

Tempel von Garni

Garni (armenisch Գառնի) ist eine armenische Kleinstadt in der Provinz Kotajk.

Garni war einige Jahrhunderte lang Sommerresidenz der armenischen Könige – Ruinen der Festung Garni existieren noch heute. Innerhalb des Festungsgeländes ließ Tiridates I. im 1. Jahrhundert einen hellenistischen Mithras-Tempel mit 24 ionischen Säulen errichten, der als Tempel von Garni bekannt ist. Er wurde bei einem Erdbeben 1679 zerstört und seit 1966 mit Originalmaterial rekonstruiert. Bei jüngeren Ausgrabungen wurde ein römisches Badehaus mit gut erhaltenem Mosaikfußboden entdeckt. 

$t.escape($p-image_alttext)

Sewansee

Der Sewansee (armenisch Սևանա լիճ) ist mit 940 km² (zirka 78 km lang und 56 km breit) nicht nur der größte Süßwassersee Armeniens, sondern auch der größte des Kaukasus und mit seiner Höhe von etwa 1900 m über dem Meeresspiegel einer der größten Hochgebirgsseen der Welt. Er liegt 1894 m hoch und ist maximal 83 m tief. Sein Volumen beträgt 58,4 km³.